Viele Kinder und Jugendliche tragen eine Zahnspange. Aber hilft sie auch?

Mehr als die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland befindet sich in kieferorthopädischer Behandlung. Die Krankenkassen geben dafür jährlich über eine Milliarde Euro aus; die Kosten pro Behandlungsfall haben sich zwischen 2008 und 2016 verdoppelt. Dazu kommen Selbstzahlerleistungen für die Patienten. Nun kritisiert der Bundesrechnungshof: Es sei unklar, ob Zahnspangen medizinisch überhaupt sinnvoll sind. Kieferorthopädische Therapien wurden bisher unzureichend erforscht. Über Art, Dauer und Erfolg der Behand­lungen fehlen bundesweite Daten.

 
06.08.2018, Bildnachweis: istock/Marian Vejcik