Studie: Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kom­men, haben offenbar kein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen

Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kom­men, haben offenbar kein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen. Das ist das Er­gebnis einer Langzeitstudie aus der Schweiz. Da­mit widerspricht sie einigen anderen Studien, die einen solchen Zusammenhang festgestellt hatten. Für die Berner Studie wurden 578 Neugeborene während ihres ersten Lebensjahres wöchentlich auf Symptome einer Atemwegserkrankung unter­sucht. Als die Kinder fünf Wochen alt waren, führ­ten die Forscher einen Lungenfunktionstest mit ihnen durch. Weder im ersten Jahr noch bei einer großen Untersuchung im Alter von sechs Jahren zeigten sich gravierende Unterschiede zwischen den 114 teilnehmenden Kaiserschnittkindern und den 464 normal entbundenen Babys. "Es konnte kein erhöhtes Risiko für Erkrankungen des Atmungssystems und für Allergien für Kaiser­ schnittgeborene nachgewiesen werden", fasst Stu­dienleiterin und Oberärztin Sophie Yammine die Ergebnisse zusammen.

 
10.01.2022, Bildnachweis: istock/Group4 Studio