Die Blutvergiftung kommt hierzulande noch recht häufig vor

Die Sepsis – umgangssprachlich Blutvergiftung – kommt hierzulande noch recht häufig vor. Darauf macht die Sepsis-Stiftung anlässlich einer im Fachblatt Critical Care Medicine veröffent­lichten Studie aufmerksam. Analysiert wurden Krankenhaus­daten von Kindern und Jugendlichen zwischen null und 19 Jahren. Dabei zeigte sich: We­niger als ein Prozent der in der Studie untersuchten und in eine Klinik ein­gelieferten Kinder entwickelten eine Sepsis. Aber 11,5 Prozent der innerklinischen Todesfälle von Kindern waren mit einer Sepsis assoziiert, so Auto­rin Dr. Carolin Fleischmann-Struzek. Daher sei Achtsamkeit nötig. Die Sepsis-Stiftung rät Eltern, auf diese Symptome zu achten: hohes Fieber (bei Säuglingen auch Untertempera­tur), fleckige Haut, kalte Gliedmaßen, schwere Atmung, sehr schneller Herzschlag, Trägheit, Wesensveränderung, schwere Weckbarkeit. Dann sofort den Notarzt rufen.

 
03.07.2021, Bildnachweis: istock/Milos Dimic